Die Nachrichten vom 08. Februar 2019

Jörg Schönbohm

Im Alter von 81 Jahren gestorben

Der frühere Brandenburger Innenminister und Landesvorsitzende der CDU Jörg Schönbohm ist in der Nacht zum Freitag im Alter von 81 Jahren gestorben. Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte Schönbohm in einem Kondolenzschreiben als großen Patrioten im besten Sinne. Jörg Schönbohm habe sich große Verdienste um die deutsche Einheit erworben. So habe er als Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost die Nationale Volksarmee der DDR aufgelöst und in die Bundeswehr überführt. Als Innenminister habe er die Landespolitik von 1999 bis 2009 entscheidend mitgeprägt, betonte der SPD-Politiker. Jörg Schönbohm sei seiner Brandenburger Heimat bis zuletzt tief verbunden gewesen, betonte der Regierungschef. Auch weitere hochrangige Brandenburger Politiker und Vertreter der Parteien äußerten ihre Betroffenheit über den Tod von Jörg Schönbohm.

Umfrage

SPD und CDU gleichauf

Wenn an diesem Sonntag Landtagswahlen wären, würden sich SPD und CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Laut des jüngsten INSA-Meinungstrends im Auftrag der „Bild“-Zeitung kämen SPD und CDU auf jeweils 20 Prozent. Damit würde die SPD im Vergleich zur letzten INSA-Umfrage zwei Prozent der Stimmen verlieren, die CDU drei Prozent dazu gewinnen. Die AfD würde 19 Prozent der Stimmen erhalten – bei der letzten Umfrage waren es noch 21 Prozent. Die Partei Die Linke käme mit 17 Prozent auf Rang 4, die Grünen folgen mit 10 Prozent. Die FDP müsste mit 5 Prozent um den Einzug ins Landesparlament bangen.

Umfrage

Der Heirats-Boom in Potsdam hält an. Laut Statistikamt gaben sich in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 1 000 Paare das Ja-Wort. Vor der Hochzeit ist der Heiratsantrag immer wieder ein spannender Moment. Wir haben nachgefragt. Wie kam es bei Ihnen zum Heiratsantrag?

Tarifverhandlungen

Keine Einigung - Streiks drohen

Bei den Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter von Landesbehörden und im Öffentlichen Nahverkehr Brandenburgs ist es am Donnerstag zu keiner Einigung gekommen. Die Gewerkschaften drohen nun mit Streiks. Die Tarifkommission für die 3 000 Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr Brandenburgs berät am kommenden Donnerstag über Warnstreiks. Potsdam soll dann in Arbeitsniederlegungen einbezogen werden. Im bundesweiten Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften bereits für kommenden Mittwoch in Berlin zu Streiks aufgerufen.

Schulprojekt

Aufklärung über Islamismus

An Brandenburger Schulen startet ein Projekt zur Islamismus-Prävention. Wie der Chef der Brandenburger Staatskanzlei Martin Gorholt am Freitag sagte, gehe es bei den Veranstaltungen um die Vermittlung demokratischer Werte und die Entwicklung neuer Denkanstöße. Zielgruppe sind unter anderem junge migrierte und geflüchtete Menschen an Schulen oder Oberstufenzentren. Mit dem Projekt soll erreicht werden, dass Radikalisierung erst gar nicht entsteht. Junge Migranten sollen mitgenommen, informiert und aufgeklärt werden, so Gorholt. Dabei müssten alle Fragen angesprochen und dürfe nichts beschönigt werden.